
Astana / Kasachstan, 02. September 2004
Das sind so erste Eindrücke von Kasachstan, alles andere als positiv! Erst mal sind früh am Morgen, eine Stunde nach Ekaterinburg und wofür die Kasachen nichts können, die Querstreben des Dachträgers auf dem Toyota zusammengebrochen dass sie solange gehalten haben, ist ein Wunder, denn es ist schlechtestes Alu-Gelump. Zwei Stunden umpacken, der Nissan kriegt Sandbleche und einen Reifen aufgepackt, danach läuft’s wieder. Zum Glück ging es dann schnell über gute Strassen weiter (unerwarteter Eindruck in Russland: In der hintersten Ecke gibt es tolle Strassen in und um die Städte sind sie aber eher schlecht).
Dann die Grenze: Halbe Stunde auf der russischen Seite, dann kam Kasachstan! Wir waren fast die ersten in der Reihe und fingen auch gleich mit den Formalitäten an. Nach 20 Minuten war das mit der Polizei geregelt, aber dann kam der Zoll. Erste Registrierung mit Eintrag ins dicke Buch in einem Zollhäuschen mit liebevoller Haschischpflanzung am Eingang 30 Minuten. Pässe kopieren 5 Euro und 20 Minuten. Formular (ein russisches, dass wahrscheinlich der Lehrling immer morgens im russischen Zollamt vom Stapel dort klauen muss) ausfüllen mit Hilfe eines nur russisch und kasachisch sprechenden Beamten 5 Euro und 30 Minuten. Entgültige Zollregistrierung zweieinhalb Stunden später, wobei am Ende wieder in ein großes Buch dasselbe eingetragen wird. Dann Zollkontrolle, einschließlich des Versuchs, den süßen Reiseproviant der Toyota Crew komplett zu konfiszieren, 2 Minuten. Uff! Frau Schreiber aus Berlin, die sich um unseren Kasachstanteil mit großem Einsatz gekümmert hat, sollte in ihrem Reiseführer bei der Neuauflage ein Kapitel „Einreise mit eigenem Fahrzeug“ einfügen...
Also kamen wir erst bei Einbruch der Dunkelheit von der Grenze weg, dann aber mit Schwung die letzten 400 km gestern bis in die kasachische „Schweiz“, die aber ziemlich flach und klein ist, aber eine schöne „chinesische“ Landschaft mit gerundeten Granitformationen und Kiefern aufweist das haben wir nach endlich 9 (!) Stunden Schlaf aber erst heute morgen gesehen.
Hier in Astana, der überaus scheußlichen neuen Hauptstadt des Landes, haben wir nach ziemlichem Suchen ein Internet-Cafe gefunden, bis Almaty wird es wohl erst mal das letzte sein. Die nächsten Nachrichten also in einer Woche!