Bericht vom 26.08.2004



Boleslawiec / Polen, 26.8.04

Das heutige Streckenstück sollte uns von Boleslawiec in Südwestpolen bis nach Kaunas in Lettland bringen...

Nach einer relativ ruhigen Nacht in unseren Autobetten im Hinterhof eines Hotels (Gerd und Bärbel im Hotel) fuhren wir um acht Uhr los. Frühstück nahmen wir während der Fahrt in Form von Brötchen und guter deutscher Wurst ein. Wie sich später herausstellen sollte, brauchten wir diese zugeführte Energie auch.

Heute war für uns kein grüner Tag, grün war nur die Kühlerflüssigkeit, die aus dem Nissan lief, nachdem er von unserem Toyota auf einen Kleinbus geschoben wurde, welcher wiederum an einen PKW andockte... der zweite Tag unserer Reise sollte uns also schon nach 40 km Pech bringen. Der Nissan ist hinten und vorne auf der rechten Seite ordentlich beschädigt und muss per ADAC nach Görlitz in Deutschland zurückgebracht werden, wo er repariert wird. Der Toyota erlitt vorne rechts einen etwas gröberen „Nasenbeinbruch“, den wir von einer Werkstatt in Polen wieder richten lassen. Mit Hilfe eines Deutschen, der gerade auf dem Rückweg war, konnte der Preis und andere „Formalitäten“ (wenn man dies so nennen kann) festgelegt werden. Der Toyota wird uns 500€ kosten und auf der Rechnung des Nissans steht eine Eins, was ohne die vier nachstehenden Nullen auch nicht so tragisch wäre. Danach brachte uns der Werkstattchef in ein nahe gelegenes Motel, denn die Reparatur benötigt Zeit bis morgen Nachmittag. Das Motel verschmilzt förmlich mit einer großen Lastwagenwerkstatt und befindet sich in einer Autobahnausfahrt. Schaut man also aus dem Fenster, sieht man nur Industrie, Strasse und die parkenden oder zu reparierenden Lastwagen vor dem Motel. Nun geht es darum, 24 Stunden totzuschlagen. Zum Glück haben wir uns am Vortag noch etliche Futuramafolgen (Comicserie) auf den Laptop geladen. Nun schweben wir mit Fry, Leela & Co und mit ein paar polnischen Bier als Proviant durchs All.

Der Nissan in Görlitz benötigt die selbe Zeit um repariert zu werden wie unser Toyota. Gerd und Bärbel werden in Deutschland in einem Hotel nächtigen.

Auch der Abend verläuft ähnlich, wie der Nachmittag. Nach dem Nachtessen, das wie am Vortag ganz gut war, führen wir uns nochmals ein paar Abenteuer aus dem Laptop zu Gemüte. Diesmal aber ohne Bier, denn wir müssen morgen ja ein ordentliches Stück fahren, so 3000 km, um rechtzeitig im Ural zu sein...

TC (Toyota Crew) 


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